Ayurveda ist ein Wort aus dem Sanskrit und heißt wörtlich "Wissen" oder "Wissenschaft vom langen Leben".

(Ayur = Leben, veda = Wissenschaft oder Wissen)

Sanskrit

Der Ayurveda ging allen anderen Ansätzen der ganzheitlichen Medizin voraus und wird somit auch "die Mutter aller Heilkünste" genannt. Er entspringt der altindischen Hochkultur der Veden (die Veden sind die grundlegenden Schriften der Hindus, die Bücher des Wissens) und somit ist Ayurveda die älteste überlieferte Wissenschaft ganzheitlicher Heilkunde.

Sowohl auf die alte ägyptische als auch auf die chinesische Medizin hatte Ayurveda große Einflüsse und schon bei Hyppokrates finden sich ayurvedische Ansätze. Ayurveda geriet während der Kolonialzeit bedingt durch westliche Einflüsse in Vergessenheit. Zwischenzeitlich jedoch werden in Indien wieder 2/3 der Bevölkerung ayurvedisch versorgt und das Wissen wird durch die Regierung wieder gefördert.

Die großen Weisen (Rishis) des alten Indiens überlieferten uns vor über 5000 Jahren mündlich Ayurveda. Das Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Die bekannteste der Schriften ist die Charaka Samhita.

Das ausgeglichene Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele, Umwelt und Verhalten bilden die Grundlage des Ayurveda. Es ist die Kunst des täglichen Lebens in Einklang und Harmonie mit den Naturgesetzen mit dem Ziel unsere Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen.

Praxis

Gerade in unserer heutigen Zeit, in welcher der Stress uns in jeder Lebenslage einholt und krank macht, ist es besonders wichtig einen Ausgleich zu suchen und zu finden, der Körper - Geist - und Seele wieder in Balance bringt. Einen Weg schafft, wieder zu uns selbst zu finden und unsere innere Ruhe wieder herzustellen.

Wichtig ist, dass wir die Signale, die unser Körper uns schickt rechtzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Wir leben in einer Zeit in der "krank" zu werden vorprogrammiert ist. Wir müssen um existieren zu können funktionieren, egal wo. Im Privatleben, in der Arbeitswelt oder in unserer Freizeit, Stress ist unser ständiger Begleiter. Oft setzen wir uns selbst unter Stress ohne dies eigentlich zu merken. Unsere Zeit ist geprägt von vielen Ängsten, wir müssen perfekt sein und reibungslos funktionieren um bestehen zu können. Dies sind die Anforderungen unserer heutigen Gesellschaft. Egal wo, stehen wir unter ständigem Druck. Besonders in der Arbeitswelt, sofern wir überhaupt noch einen Job haben, müssen wir ständig bemüht sein diesen nicht zu verlieren, denn es gibt viele andere, die nur darauf warten in unsere Fußstapfen zu treten, dies wird auch oft durch unsere Arbeitgeber so signalisiert. Langjährige fleißige Mitarbeit und Bemühungen gelten nicht mehr, nicht mehr der, der seine Arbeit gut macht ist gefragt sondern, der der das schnelle Geld macht und nichts kostet. Dies ist leider heutzutage in den meisten Firmen die Politik nach der gearbeitet wird. Unsere Zukunft ist ungewiss und dessen sind wir uns bewusst und leben in ständiger Angst um unsere Existenz, ums Überleben, mit dem Gedanken, wie geht es weiter wenn!? Wir haben keine Zeit mehr für uns selbst und oft fehlt die Zeit auch in der Partnerschaft. Berührung ist gerade in solch angespannten Situationen etwas sehr wichtiges für Körper, Geist und Seele. Aber leider kommt mangels Zeit, Erschöpfung und Ärger auch diese mehr als zu kurz. Wir hetzen von einem Termin zum anderen, schließlich will alles unter einen Hut gebracht werden. Gerade Frauen, die neben dem Beruf auch noch einen Haushalt, eine Familie, Kinder versorgen müssen, können einer solchen Mehrfachbelastung nicht auf Dauer Stand halten.

Es ist wichtig rechtzeitig zu erkennen wann man an seine Grenzen stößt und dafür Sorge zu tragen etwas zu ändern. Oft sendet unser Körper lange bevor er krank wird Signale, die aber untergehen in der Hektik unserer Zeit, denn wir können es uns nicht leisten eine Auszeit zu nehmen, wir müssen funktionieren. Werden diese Signale nicht beachtet und Übergangen wird unser Körper krank, darunter leidet auch unsere Seele und unser Geist. Wir können uns nicht mehr konzentrieren, wir können uns nicht mehr auf uns besinnen und so schleichen sich oft still und leise Erkrankungen ein, die chronisch werden.

Hier ist der Ansatz des Ayurveda.

Mit Ayurveda können wir wieder einen Weg finden, der uns zeigt wie wir uns auf uns besinnen und Kraft aus uns selbst schöpfen können, wir müssen uns nur die Zeit dafür nehmen.

Die ayurvedische Massage ist sowohl Heilkunde als auch Kunst zugleich. Warme Öle fließen sanft über unseren Körper während sanfte Hände uns in streichenden, fließenden Bewegungen zart berühren und wir den Duft der heilenden Öle in uns aufnehmen. Wir werden auf die sanfteste Weise berührt, die Rezeptoren unserer Haut nehmen die sanften Berührungen wahr und leiten diese Reize an unser Nervensystem weiter. Unser Organismus erfährt hierdurch eine tiefe Regeneration. Durch die ayurvedische Massage wird unsere Körper genährt, sie berührt aber auch unseren Geist und unsere Seele auf sanfteste Art und Weise. Hierdurch wird das Immunsystem verbessert und gestärkt, wie auch unser Stoffwechsel.

Das Ziel des Ayurveda ist es, uns wieder in Einklang mit uns Selbst zu bringen in Harmonie mit unserem inneren Ich. All unsere Erfahrungen und Gefühle ob gute oder schlechte sind in unserer Zellen abgespeichert, auch jene, die wir vielleicht - wenn auch unbewusst - verdrängt haben. Die zarten Berührungen geben uns die Möglichkeit sie wieder neu zu entdeckten, somit können wir uns damit konfrontieren und lernen sie zu verarbeiten. Bei einer ayurvedischen Massage bekommen, wir Wärme, Liebe, Nähe, Berührung und Geborgenheit geschenkt und dürfen uns angenommen, aufgehoben, geliebt und beachtet fühlen.

Wir können dadurch lernen uns selbst anzunehmen wie wir wirklich sind ohne uns verändern zu müssen und unsere Gedanken und Sehnsüchte können zur Ruhe kommen. Die ayurvedische Massage berührt Körper - Geist und Seele und zeigt uns unseren Weg wie wir wieder zu innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Balance finden können.