Pulvermassage oder Garshanmassage

Beide Massagen regen sowohl Stoffwechsel als auch Kreislauf an, sie haben eine gewebereduzierende wie auch gewebestraffendeWirkung und reinigen und verschönern die Haut. Der Ablauf der Massage ist der Abhyanga angepasst. Sie kann in 7. als auch in 2 Stellungen durchgeführt werden.

Es werden 2 Arten der Pulvermassage beschrieben:

Utsasana
Hier wird eine Paste aus Pulvern, Öl und Wasser angerührt, diese Paste wird auf die Haut aufgetragen und nachdem diese etwas angetrocknet ist beginnt die Massage.
Diese Behandlung reinigt und verschönert Haut und Teint und verleiht den weiblichen Formen neuen Ausdruck.
Sie vermindert Kapha und Vata und ist die sanfte Variante.

Udgarshana
Hierbei werden nur rein trockene Pulver aufgetragen. Daher hat diese Masssageform eine trockenere Wirkung es kann unter Umständen auch Ziegelsteinpulver eingesetzt werden.

Udvartana kann mit Reinigungspulvern oder Kräutermischungen durchgeführt werden.

 

Indikation Kontrainikation

Kapha

  • Fettleibigkeit
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Körpergeruch
  • Schweregefühl
  • Anorexie
  • Juckreiz
  • Urtikaria (Nesselsucht)
  • Orangenhaut, Cellulite
  • Hyperpigmentierung

Pitta

  • Hautkrankheiten wie Psoriasis, Neurodermitis, Ekzeme
  • Magersucht oder Abneigung gegen Nahrung

Stirnguß mit warmen Öl

ShirodharaShirodhara ist ein Öl-Stirnguß aus angenehm temperierten Ölen oder Kräuteressenzen. Er hat eine beruhigende Wirkung auf das gesamte zentrale Nervensystem und ist ein ganz besonderes Erlebnis. Der Shirodhara ist eine nährende, ölende, besänftigende und schweißtreibende Therapieform. Sie erfahren ein Gefühl von Losgelöstheit, voller Harmonie und innerer Ruhe, Frieden und Ausgeglichenheit. Hierdurch werden heilende Substanzen tief in Ihrem Inneren aktiviert und freigesetzt. Beim Shirodhara erleben Sie eine wunderbare Tiefenentspannung, welche vor allem bei Erschöpfungszuständen sowie bei nerovegetativ bedingten Störungen sehr gut helfen können.

Der Anwendung sollte eine Konstitutionsbestimmung vorhergehen. Damit die Dauer und Art der Anwendung gemäß der Konstitution gewählt werden können.
Vorab wird eine Kopf- und Gesichtsmassage durchgeführt. Dann wird je nach Konstitution, das erwärmte Öl in ein entsprechendes Gefäß gefüllt und in einem dünnen Strahl pendelnd über die Stirn laufen gelassen. Es werden ca. 2,5 Liter Öl benötigt, das Öl kann bis zu 3 Mal verwendet werden, es wird nach jeder Anwendung auf 85° C erhitzt und anschließend gefiltert. Danach kann das Öl zur Körperpflege oder Selbstmassage verwendet werden.

Dauer und Anzahl der Anwendung ist Konstitutions- und Indikationsabhängig.

Die Therapie kann bis zu 14 Tage ausgeführt werden.

 

Indikation Kontraindikation

Vata:

  • Chronische Kopfschmerzen
  • Gesichtslähmung
  • Halbseitige Lähmung
  • Schlaflosigkeit
  • Depressionen
  • Haarverlust
  • Verlust des Gehörs
  • Müdigkeit und geistige Erschöpfung
  • Gräulicher Belag auf der Zunge
  • Trockenheit von Gesicht und Kopfhaut

Pitta:

  • Gefühl von Brennen in Kopf und Körper
  • Geschwüre oder entzündliche Krankheiten im Kopfbereich
  • Rachenkatarrh
  • Bindehautentzündung
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Trübung des Sehvermögens
  • Blutkrankheiten
  • Blutungen
  • Gelbsucht
  • Herpes
  • Gelblicher Belag auf der Zunge

Kapha:

  • Zu viel Schlaf
  • Körperschwere
  • Magenverstimmung
  • Schleim
  • Fettsucht
  • Schwache Verdauung
  • Weisser Belag auf der Zunge
  • Extreme Vata-Zustände oder -Konstitutionen

Nasenschleimhauttherapie

Eine der wohl unangenehmsten aber sehr wirkungsvolle Anwendung im Ayurveda.

Nasya sollte eine Konstitutionsbestimmung vorhergehen um der Konstitution entsprechende Öle anwenden zu können.

Idealerweise sollte vorab eine Abhyanga erfolgen, weil dies den gesamten Körper auf die Therapie vorbereitet.

Ansonsten erfolgt in jedem Fall eine ausgiebige Gesichts- und Kopfmassage, bei welcher der gesamte Bereich des Kopfes bis zum Nacken und besonders der Bereich der Sinusse (Nebenhöhlen- Stirnhöhlenbereich) massiert wird. Anschließend erfolgt eine Schwitzbehandlung, bei welcher mit nassen, heißen Tüchern Luft zugefächelt wird. Die Augen werden dabei mit in Rosenwasser getränkten Auflagen geschützt. Nun wird in beide Nasenlöcher Öl eingeträufelt. Das Öl sollte hochgezogen werden. Sobald das Öl den Rachen hinunter läuft wird es ausgespuckt. Die Nase darf während dieser Zeit nicht geputzt werden, dies würde die Therapie beenden. Die bei der Anwendung verwendeten Öle werden vorher je nach Konstitution und Indikation ausgewählt. Im Anschluss wird eine Rauchtherapie durchgeführt, bei der Rauch von Ayurvedischen Räucherstäbchen durch die Nase inhaliert wird, ohne dass dieser in die Lungen gerät und wieder aus dem Mund ausgeatmet wird. Scheitel- und Stirnchakra werden mit Rasnadi Curna eingerieben. Danach sollte eine Ruhezeit eingehalten werden.

Wichtig: An diesem Tag sollten weder vor noch nach der Anwendung die Haare gewaschen werden, danach nicht baden oder duschen und der gesamte Kopfbereich, vor allem aber der Stirnbereich sollte vor Kälte und Zugluft geschützt werden.

Die Anwendung sollte kurmäßig je nach Indikation erfolgen.

'Nasya' ist eines der 5 traditionellen Ausleitungsverfahren, bei dem medizinierte Öle, Pflanzensäfte, Milch, pulverisierte Kräuter oder ähnliches über die Nase verabreicht werden.

Heiße Kompressen zur Schleimlösung, Akupressur, Inhalationen und Massage verbinden sich bei dieser Behandlungsform zu einer wirkungsvollen Einheit. Es werden dabei jahrelang angesammelter, toxischer Schleim und Staubpartikel über Nase und Rachen gelöst und ausgeschieden! Auch Verspannungen im Schulter- und Halswirbelbereich können bei dieser Behandlungsform entdeckt und beseitigt werden. Die Neubildung der Nasenschleimhaut wird unterstützt, Gehirn und Nerven werden genährt und die Abwehrkräfte können gesteigert werden. Verabreichungen durch unsere Nase verteilen sich in den Organen unseres Kopfes, dem Gehirn, seinen Nerven sowie in unserem zentralen und vegetativen Nervensystem. Sowohl unser Geist als auch unsere Psyche werden durch diese Behandlung sehr günstig beeinflusst.

 

Indikation Kontraindikation
  • Bei Bewegungseinschränkungen des Kopfes
  • Halswirbelsäulen und Schultersyndrom
  • Migräne/Kopfschmerzen
  • Stirn- und Nebenhöhlenbeschwerden
  • Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut)
  • Heuschnupfen
  • Halskrankheiten und Heiserkeit
  • Trockenheit in Mund und Nase
  • Zervikobrachialsyndrom (schmerzhafte Störungen verschiedenster Ursachen im Bereich von Hals, Schultergürtel und Armen)
  • Tinnitus (lat. "das Klingeln der Ohren")
  • psychosomatischen Störungen/Sprachstörungen
  • Akuter Schlaganfall
  • Vergrößerung der Drüsen
  • Schwellungen
  • Augenentzündungen
  • Haar- und Augenerkrankungen
  • Schluckauf
  • Hautflecken und Verfärbungen im Gesicht
  • Fältchenbildung
  • Tetanie (Störung der Motorik (krampfartig) und der Sensibilität (Kribbeln) als Zeichen von Übererregbarkeit der Nerven und Muskeln.)
  • Konvulsionen (Krämpfe)
  • Epilepsie
  • Nasya fördert das Haarwachstum
  • Steigert die Wahrnehmung Ihrer Sinnesorgane als auch die Klarheit Ihres Geistes.
  • Direkt nach einer Mahlzeit
  • Nach dem Fasten
  • Erst seit kurzem bestehende akute Erkältung
  • Vergiftung
  • Direkt nach Darmeinlauf, Vamana (induziertes Erbrechen), Virecana (induziertes Abführen), oder innerer Ölung
  • Verdauungsstörungen nach Einnahme von zuviel Wasser, Alkohol, Wut, Trauer, Durst
  • Direkt nach dem Bad
  • Nach Aderlass oder Blutverlust
  • Husten
  • Atemnot
  • Schwangerschaft
  • nach Entbindung

Heißer Blätterwickel

Patra Pinda SwedaSwedana (Schwitzbehandlung), Langhana (reduzierende Therapie)

Diese Art der Therapie wird gerne bei Schmerzzuständen angewendet oder dann wenn sich Vata mit Kapha verbunden hat. Sie ist sowohl präventiv (vorbeugend) als auch bei akuten Fällen anwendbar, je nachdem welche Pflanzen/Kräuter bei der Therapie verwendet werden.

Eine speziell auf Sie abgestimmte Kräutermischung wird mit entsprechenden Ölen und Zutaten zubereitet und in Bolis (Wickel) gebunden.

Diese werden in Öl erwärmt und die Massage wird wie eine Abhyanga mit den Bolis durchgeführt.

 

Indikation Kontraindikation
  • Vata und Vata-Kapha
  • Neuropsychologische Krankheiten und rheumatische Erkrankungen
  • Schmerztherapie
  • Geriatrie (Altersheilkunde)
  • Regeneration (Rasayana)
  • erhöhtes Kapha
  • Hautkrankheiten
  • Fieber
  • Husten
  • Asthma
  • Menstruation
  • Entzündungen
  • bei Pitta Zuständen
  • keine

 

Gesichts- und Kopfmassage

MukabhyangaDer Begriff Mukabhyanga kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Ölmassage von Gesicht, Kopf und Nacken. Die Mukabhyanga ist eine besonders sanfte und sinnliche Massage.

Die Mukabhyanga wird mit besonders ausgesuchten der Konstitution entsprechenden, wertvollen, medizinierten Ölen durchgeführt. Dabei werden bestimmte Enegiepunkte im Bereich von Kinn, Oberlippe, Augenbrauen, Stirn und Ohren stimuliert.

Im gesamten Bereich von Kopf und Nacken werden sowohl die Energieflüsse harmonisiert als auch die Zirkulation des Blutes angeregt. Die Mukabhyanga hat eine sehr beruhigende, harmonisierende und entspannende Wirkung sowohl auf Körper, als auch auf Geist und Seele. Hinzu kommt die pflegende Wirkung auf Haut, Teint und Haare.

 

Indikation Kontraindikation
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Verspannungen im Bereich von Kopf und Nacken
  • Schlafstörungen
  • Kummer, Liebeskummer
  • Anregung der Sinnesorgane
  • keine

 

 

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